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Anstrengungsasthma

Während Sport oder körperliche Anstrengung bei Gesunden durch die Ausschüttung von Adrenalin zu einer Erweiterung des Bronchialsystems führt, kann es bei Asthmatikern zu einer akuten Verengung der Atemwege kommen. Viele Betroffene meiden deshalb aus Angst vor Atemnot jegliche körperliche Belastung. Die Meidung körperlicher Anstrengung stellt aber den Beginn einer „Abwärtsspirale“ dar, bei der die Leistungsfähigkeit stetig abnimmt, was wiederum zu erhöhter Atemnot schon bei geringer Belastung führt.

Anstrengungsasthma ist keine eigenständige Asthmaform. Voraussetzung ist ein bestehendes Asthma, das bei körperlicher Belastung zu Atemnot führt. Besonders häufig sind Kinder und Jugendliche betroffen. Die Ursachen für die Atemnot beim Anstrengungsasthma sind noch nicht vollständig geklärt. Experten vermuten jedoch, dass Wärme- und Flüssigkeitsverluste der Schleimhäute für akute Atemnot beim Anstrengungsasthma verantwortlich sind.

Im Normalfall atmet man in Ruheatmung durch die Nase ein und durch den Mund aus. Die Atemluft wird auf ihrem langen Weg durch das Bronchialsystem bis in die Lungenbläschen (Alveolen) angefeuchtet, erwärmt und gereinigt. Bei Bewegung und körperlicher Anstrengung muss jeder Mensch verstärkt atmen. Unter Belastung kann jedoch die Nasenatmung nicht aufrecht erhalten werden. Die Luft wird über den Mund eingeatmet und die Erwärmung, Anfeuchtung und Reinigung geschieht in vermindertem Maße. Die dadurch entstehenden Wärme- und Flüssigkeitsverluste können bei sensiblen Personen Asthmasymptome oder sogar Atemnotanfälle auslösen.

Oft ist Anstrengungsasthma ein Zeichen dafür, dass die medikamentöse Dauerbehandlung des Asthmas nicht optimal ist. Beim Auftreten von Atemnot bei körperlicher Anstrengung sollte der behandelnde Arzt deshalb die medikamentöse Therapie überprüfen.

Die Atemnot beim Anstrengungsasthma nimmt bei wohl dosierter körperlicher Betätigung ab. Deshalb können und sollen Asthmatiker mit und ohne Anstrengungsasthma regelmäßig Sport treiben. Voraussetzung ist eine optimale Kontrolle des Asthmas. Deshalb sollte der behandelnde Arzt vor Aufnahme einer regelmäßigen sportlichen Betätigung die Wirksamkeit der bestehenden medikamentösen Therapie überprüfen und ggf. anpassen. Ihr Kinder- oder Lungenfacharzt kann Sie auch bezüglich der für Asthmatiker besonders geeigneten Sportarten beraten.

Dabei erleichtern Ihnen die vielen über das gesamte Bundesgebiet verteilten Lungensportgruppen den (Wieder-)Einstieg in körperliche Aktivität und damit den Ausstieg aus der „Abwärtsspirale“ stetig abnehmender körperlicher Leistungsfähigkeit.