• xxnewsxx
  • xxnewsxx

  • xxnewsxx
  • xxnewsxx

 

 

Kreuzallergien

Viele Pollenallergiker stellen fest, dass Beschwerden nicht nur durch den Pollenflug, sondern auch durch Nahrungsmittel ausgelöst werden. Verantwortlich hierfür ist eine sogenannte Kreuzallergie. Die Ursache für das Auftreten von Kreuzallergien sind Ähnlichkeiten oder Übereinstimmungen in der Struktur der auslösenden Allergene.

Allergene sind natürlich vorkommende Proteine (Eiweiße). Obwohl Proteine sehr kompliziert aufgebaut sein können, gibt es bei Pflanzen und Tieren dennoch Bereiche, die sich ähneln oder gar identisch sind. Wenn das Immunsystem allergisch auf einen solchen Proteinabschnitt (Epitop), der ebenfalls in anderen pflanzlichen oder tierischen Proteinen vorkommt, reagiert, kann es zu einer Kreuzallergie kommen.

So können z. B. bei einer Birkenpollenallergie die typischen Beschwerden eines Heuschnupfens nicht nur während der Zeit des Pollenfluges auftreten. Vielmehr werden auch bestimmte Nahrungsmittel, wie z. B. Äpfel, nicht vertragen. Dabei können die Symptome andere sein als beim Heuschnupfen, z. B. ein Kribbeln im Mund, bis hin zu Schwellungen der Schleimhäute in Mund und Rachen oder Durchfälle. Bei anderen Pollenallergien können durch den Verzehr bestimmter Nahrungsmittel Magen-Darm-Beschwerden, Hautreaktionen oder Kreislaufbeschwerden bis hin zum lebensbedrohlichen Schock hervorgerufen werden.

 

Häufig vorkommende Kreuzallergien

Inhalationsallergen

Nahrungsmittel

Baumpollen (z. B. Erle, Haselnuss, Birke)

Apfel, Haselnuss, Pfirsich, Nektarine, Kirsche, Kiwi, Karotte, Sellerie, Kartoffel, Soja

Beifußpollen

Sellerie, Mango, Gewürze, Sonnenblumensamen, Weintraube, Litschi, Karotte

Naturlatex

Banane, Avocado, Kartoffel, Tomate, Kiwi, Ananas

Modifiziert nach „Nahrungsmittelallergien durch immunologische Kreuzreaktionen“, Allergo-Journal, 2005, 14, 48-59

Wie wird eine Kreuzallergie diagnostiziert?

Bei Verdacht auf eine Kreuzallergie spielt die Anamnese (Erhebung der Krankheitsgeschichte) eine wichtige Rolle. Dabei ist es hilfreich, wenn Sie bereits aufgeschrieben haben, welche Symptome nach dem Genuss welcher Nahrungsmittel aufgetreten sind. Das Vorliegen einer Kreuzallergie kann zusätzlich durch einen Allergietest mit dem jeweiligen Nahrungsmittelallergen bestätigt werden. Liefern Anamnese und Allergietest keinen eindeutigen Befund, kann eine Provokation mit dem in Verdacht stehenden Nahrungsmittelallergen Gewissheit schaffen. Aufgrund der Gefahr eines lebensbedrohlichen Schocks sollte die Provokation nur von einem spezialisierten Arzt, wie z. B. einem Allergologen durchgeführt werden.

Vermeidung ist die beste Strategie

Ist eine Kreuzallergie diagnostiziert worden, ist die Vermeidung (Karenz) der entsprechenden Nahrungsmittel eine - wenn auch nicht immer einfache - effektive Maßnahme. Sie ist schwierig, weil die Bestandteile von Fertignahrungsmitteln noch immer unzureichend deklariert werden. So kann es z. B. vorkommen, dass Fertiggerichte Anteile von pflanzlichen und tierischen Rohstoffen enthalten, die als Zutaten in keinem klassischen Rezept zu finden sind. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie Ihre Mahlzeiten deshalb selbst zubereiten und die auslösenden Allergene dabei meiden. Viele Allergene sind übrigens nicht hitzestabil und werden durch Garen zerstört.