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Bronchoskopie

© Lungenpraxis Dr. med. Andreas Deimling und Dr. med. Barbara VolgerDie Bronchoskopie ermöglicht mithilfe einer Kamera am Ende eines dünnen flexiblen Schlauchs, dem sog. Endoskop, einen Blick in die Atemwege. Dabei werden „nur" die größeren Atemwege erfasst, die kleinsten Atemwege und die Lungenbläschen können mit dieser Methode nicht untersucht werden. Eine Bronchoskopie wird in der Regel dann durchgeführt, wenn „Schatten" oder Fremdkörper auf dem Röntgenbild der Brustorgane erkennbar sind. Sie liefert wichtige Erkenntnisse bei der Suche nach Erregern einer Lungenentzündung, beim Verdacht auf das Vorliegen einer bösartigen Erkrankung (Lungenkrebs) oder wenn es darum geht, Fremdkörper aus den Atemwegen zu entfernen.

Moderne flexible Fiberglas-Bronchoskope sind im Gegensatz zu älteren starren Geräten mit 3 - 6 mm Durchmesser relativ dünn und haben neben dem Bild- und Lichtleitbündel einen Kanal, durch den Proben entnommen oder Wirkstoffe, z. B. zur örtlichen Betäubung, in die Lunge eingebracht werden können. Die Ansicht der Atemwege wird in der Regel von einer Videokamera auf einen Bildschirm übertragen. Das flexible Rohr des Bronchoskops wird unter örtlicher Betäubung über Mund oder Nase in die Atemwege eingeführt. Nur in seltenen Fällen, wie z. B. bei der Untersuchung mit starren Instrumenten oder bei der Laserbehandlung, ist eine Vollnarkose notwendig.

Vor jeder Bronchoskopie steht eine sorgfältige Abklärung evtl. vorliegender Risikofaktoren durch eine Befragung des Patienten. Dabei ist es wichtig, besonders auf das Vorliegen von Allergien, Vorerkrankungen, wie z. B. Herz-Kreislauferkrankungen, und der aktuellen medikamentösen Behandlung des Patienten zu achten. Lungenfunktionsprüfungen, EKG und ein Röntgenbild des Brustkorbs helfen außerdem, die Risiken der Untersuchung auf ein Minimum zu reduzieren.

Nach der Untersuchung werden Atmung und Kreislauf überwacht. Während einer Ruhezeit von mindestens zwei Stunden darf nichts gegessen oder getrunken werden, weil durch die örtliche Betäubung des Rachens die Gefahr besteht, sich zu verschlucken. Das endgültige Untersuchungsergebnis kann bei anschließender mikroskopischer und bakteriologischer Beurteilung entnommener Proben nach 3 - 8 Tagen vorliegen.